Alle Jesus-Zitate aus den Evangelien
Jesus Worte aus dem Matthäus-Evangelium
Matthäus 4 – Versuchung
- Der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern von jedem Wort Gottes.
- Gott soll nicht herausgefordert werden.
- Nur Gott allein ist anbetungswürdig.
Matthäus 5–7 – Die Bergpredigt
- Selig sind die Demütigen, Barmherzigen und Friedensstifter – ihnen gehört Gottes Reich.
- Ihr seid das Licht der Welt – versteckt es nicht.
- Ich bin nicht gekommen, das Gesetz abzuschaffen, sondern zu erfüllen.
- Zorn im Herzen ist bereits ein Schritt zum zerstörerischen Handeln.
- Liebet eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen.
- Sammelt euch Schätze im Himmel, nicht auf der Erde.
- Ihr könnt nicht Gott und dem Geld gleichzeitig dienen.
- Sorgt euch nicht um morgen – jeder Tag hat seine eigene Last.
- Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet.
- Alles, was ihr wollt, dass andere euch tun, das tut auch ihnen.
- Wer meine Worte hört und danach lebt, baut auf festem Fels.
Matthäus 8–10 – Heilungen & Aussendung
- Ich will: Sei rein! (Heilung des Aussätzigen – sinngemäß)
- Folge mir nach.
- Die Ernte ist groß, aber wenige sind bereit zu arbeiten.
- Ich sende euch wie Schafe unter Wölfe – seid klug und aufrichtig.
Matthäus 11
- Kommt zu mir, alle, die ihr beladen seid – ich gebe euch Ruhe.
- Mein Joch ist sanft, meine Last ist leicht.
Matthäus 12
- Der Menschensohn ist Herr über den Sabbat.
- Was im Herzen ist, prägt das, was der Mund spricht.
Matthäus 13 – Gleichnisse
- Der Sämann sät Gottes Wort – der Zustand des Herzens entscheidet, was daraus wird.
- Das Reich Gottes ist wie ein Senfkorn – klein, aber voller Wachstumskraft.
- Das Reich Gottes ist wie ein Schatz – wertvoller als alles andere.
Matthäus 16
- Wer mir folgen will, soll sich selbst verleugnen und sein Kreuz auf sich nehmen.
- Was nützt es, die ganze Welt zu gewinnen, wenn man seine Seele verliert?
Matthäus 18
- Wer groß sein will, soll wie ein Kind werden.
- Vergebt nicht nur siebenmal, sondern immer wieder.
Matthäus 20
- Der Menschensohn ist gekommen, um zu dienen, nicht um sich dienen zu lassen.
Matthäus 22
- Liebe Gott mit ganzem Herzen – und deinen Nächsten wie dich selbst.
Matthäus 24–25 – Endzeitreden
- Himmel und Erde vergehen, aber meine Worte bleiben.
- Seid wachsam – ihr wisst nicht, wann der Herr kommt.
- Was ihr einem der Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan.
Matthäus 26
- Das Brot ist ein Zeichen meines Leibes, der Wein ein Zeichen des Bundes.
- Vater, nicht wie ich will, sondern wie du willst.
Matthäus 28
- Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden.
- Geht zu allen Völkern und macht sie zu Jüngern.
- Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.
Jesus Worte aus dem Johannes-Evangelium
Johannes 1
- Kommt und seht.
- Du wirst Größeres sehen.
- Ihr werdet den Himmel geöffnet sehen und die Engel Gottes auf- und niedersteigen.
Johannes 2
- Meine Stunde ist noch nicht gekommen.
- Füllt die Krüge mit Wasser.
- Reißt diesen Tempel nieder, und ich werde ihn in drei Tagen aufrichten.
Johannes 3 – Gespräch mit Nikodemus
- Wer von neuem geboren wird, kann Gottes Reich sehen.
- Was aus dem Geist geboren ist, ist geistlich.
- Gott liebt die Welt – und sendet den Sohn, um sie zu retten.
- Wer an den Sohn glaubt, hat Leben; wer nicht glaubt, bleibt im Gericht.
Johannes 4 – Die Frau am Brunnen
- Wer von dem Wasser trinkt, das ich gebe, wird nie mehr dursten.
- Gott ist Geist – wahre Anbeter beten im Geist und in Wahrheit.
- Ich bin der Messias.
Johannes 5
- Der Sohn kann nichts ohne den Vater tun.
- Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben.
- Die Zeit kommt, in der die Toten die Stimme des Sohnes hören werden.
Johannes 6 – Brotrede
- Ich bin das Brot des Lebens.
- Wer zu mir kommt, wird nicht hungrig bleiben.
- Niemand kann zu mir kommen, wenn ihn der Vater nicht zieht.
- Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben.
Johannes 7
- Meine Zeit ist noch nicht gekommen.
- Wer durstig ist, komme zu mir und trinke.
- Ströme lebendigen Wassers werden aus dem hervorkommen, der an mich glaubt.
Johannes 8
- Ich bin das Licht der Welt.
- Die Wahrheit wird euch frei machen.
- Wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, werdet ihr in euren Sünden sterben.
- Bevor Abraham war, bin ich.
Johannes 9
- Weder dieser Mann noch seine Eltern haben gesündigt – Gottes Werke sollen sichtbar werden.
- Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.
Johannes 10 – Der gute Hirte
- Ich bin die Tür zu den Schafen.
- Ich bin der gute Hirte – ich gebe mein Leben für die Schafe.
- Meine Schafe hören meine Stimme.
- Ich und der Vater sind eins.
Johannes 11
- Ich bin die Auferstehung und das Leben.
- Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.
- Lazarus, komm heraus!
Johannes 12
- Wer mir dienen will, folge mir nach.
- Wenn das Weizenkorn nicht stirbt, bleibt es allein – wenn es stirbt, bringt es viel Frucht.
- Ich bin als Licht in die Welt gekommen.
Johannes 13
- Wenn ich euch nicht wasche, habt ihr keinen Anteil an mir.
- Liebt einander, wie ich euch geliebt habe.
- Daran wird jeder erkennen, dass ihr meine Jünger seid.
Johannes 14
- Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.
- Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.
- Ich sende euch den Helfer, den Geist der Wahrheit.
- Mein Frieden gebe ich euch.
Johannes 15 – Der Weinstock
- Ich bin der wahre Weinstock, ihr seid die Reben.
- Ohne mich könnt ihr nichts tun.
- Niemand hat größere Liebe, als sein Leben für seine Freunde hinzugeben.
Johannes 16
- Der Geist wird euch in die ganze Wahrheit führen.
- In der Welt habt ihr Bedrängnis – aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden.
Johannes 17 – Das hohepriesterliche Gebet
- Das ewige Leben ist, dich – den allein wahren Gott – zu erkennen und den, den du gesandt hast.
- Heilige sie in der Wahrheit.
- Ich will, dass die, die du mir gegeben hast, bei mir seien.
Johannes 18–19 – Passion
- Mein Reich ist nicht von dieser Welt.
- Ich bin dazu geboren, für die Wahrheit Zeugnis zu geben.
- Du hättest keine Macht über mich, wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre.
- Es ist vollbracht.
Johannes 20
- Friede sei mit euch.
- Wie der Vater mich gesandt hat, so sende ich euch.
- Reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite; sei nicht ungläubig, sondern gläubig.
Johannes 21
- Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus.
- Weide meine Schafe.
- Folge mir nach.
Jesus Worte aus dem Markus-Evangelium
Markus 1
- Die Zeit ist erfüllt – Gottes Reich ist nahe. Kehrt um und glaubt an die gute Nachricht.
- Folgt mir nach, und ich mache euch zu Menschenfischern.
- Sei rein! (Heilung des Aussätzigen – sinngemäß)
Markus 2
- Der Menschensohn hat Vollmacht, Sünden zu vergeben.
- Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.
- Der Sabbat ist für den Menschen gemacht – nicht der Mensch für den Sabbat.
Markus 3
- Ein Reich, das gegen sich selbst geteilt ist, kann nicht bestehen.
- Wer Gottes Willen tut, ist mein Bruder, meine Schwester und meine Mutter.
Markus 4 – Gleichnisse
- Hört zu! Ein Sämann ging aus, um zu säen – Gottes Wort fällt auf verschiedene Herzen.
- Das Reich Gottes wächst, auch wenn der Mensch nicht weiß wie.
- Das Reich Gottes ist wie ein Senfkorn – klein, aber voller Kraft.
Markus 5
- Fürchte dich nicht – glaube nur.
Markus 6
- Ein Prophet gilt nirgends so wenig wie in seiner Heimat.
- Kommt mit mir an einen einsamen Ort und ruht ein wenig.
Markus 7
- Nicht das, was in den Menschen hineingeht, macht ihn unrein, sondern was aus ihm herauskommt.
Markus 8
- Was hilft es einem Menschen, die ganze Welt zu gewinnen und seine Seele zu verlieren?
- Wer mir folgen will, verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf.
Markus 9
- Wer der Erste sein will, soll der Diener aller sein.
- Alles ist möglich dem, der glaubt.
- Wer nicht gegen uns ist, ist für uns.
- Habt Frieden untereinander.
Markus 10
- Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.
- Wer das Reich Gottes nicht wie ein Kind annimmt, wird nicht hineinkommen.
- Viele Erste werden Letzte sein – und die Letzten Erste.
- Der Menschensohn ist gekommen, um zu dienen und sein Leben als Lösegeld zu geben.
Markus 11
- Mein Haus soll ein Haus des Gebets sein.
- Alles, worum ihr im Gebet bittet, glaubt, dass ihr es empfangt – und es wird euch gegeben werden.
Markus 12
- Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.
- Liebe Gott mit deinem ganzen Herzen – und deinen Nächsten wie dich selbst.
Markus 13 – Endzeitrede
- Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.
- Bleibt wachsam – ihr wisst nicht, wann die Stunde kommt.
Markus 14
- Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.
- Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.
Markus 15
- Du sagst es. (Antwort auf die Frage, ob er der König der Juden sei – sinngemäß)
Markus 16
- Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet die gute Nachricht allen Menschen.
- Die Zeichen der Glaubenden werden folgen …
Jesus Worte aus dem Lukas-Evangelium
Lukas 1–2 (erste Worte Jesu in der Kindheit)
- Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich im Haus meines Vaters sein muss?
Lukas 3–4 – Beginn des Dienstes
- Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.
- Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten.
- Der Geist des Herrn ist auf mir – er hat mich gesandt, den Armen gute Nachricht zu bringen.
Lukas 5
- Fahrt hinaus und werft eure Netze aus.
- Fürchte dich nicht – von nun an wirst du Menschen fangen.
- Ich will: Sei rein!
- Ich bin gekommen, Sünder zur Umkehr zu rufen, nicht Gerechte.
Lukas 6 – Feldrede
- Selig sind die Armen – euch gehört Gottes Reich.
- Liebt eure Feinde; tut Gutes denen, die euch hassen.
- Seid barmherzig, wie euer Vater barmherzig ist.
- Richtet nicht – dann werdet ihr nicht gerichtet.
- Gebt, und euch wird gegeben werden.
- Warum nennst du mich ‘Herr’, tust aber nicht, was ich sage?
Lukas 7
- Gesegnet sind die, die sich nicht an mir ärgern.
Lukas 8 – Gleichnisse
- Der Same ist Gottes Wort.
- Wer Ohren hat, soll hören.
- Meine Mutter und meine Brüder sind die, die Gottes Wort hören und tun.
Lukas 9
- Gebt ihr ihnen zu essen.
- Wer mir folgen will, verleugne sich selbst und nehme täglich sein Kreuz auf.
- Wer sein Leben retten will, wird es verlieren.
Lukas 10
- Die Ernte ist groß – bittet um Arbeiter.
- Freut euch nicht über Macht, sondern dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.
- Du sollst Gott lieben – und deinen Nächsten wie dich selbst.
Lukas 11
- Vater, geheiligt werde dein Name; dein Reich komme.
- Bittet – und euch wird gegeben; sucht – und ihr werdet finden.
- Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich.
Lukas 12
- Hütet euch vor jeder Art Habgier.
- Das Leben besteht nicht im Überfluss der Güter.
- Fürchtet euch nicht – ihr seid Gott wertvoll.
- Wo euer Schatz ist, da ist euer Herz.
- Seid bereit – der Menschensohn kommt, wenn ihr es nicht erwartet.
Lukas 13
- Kehrt um – sonst werdet ihr zugrunde gehen.
- Die Letzten werden Erste sein, und die Ersten Letzte.
Lukas 14
- Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt; wer sich erniedrigt, wird erhöht.
- Niemand kann mein Jünger sein, der nicht sein Kreuz trägt.
Lukas 15 – Gleichnisse der Gnade
- Im Himmel herrscht Freude über einen Sünder, der umkehrt.
- Der Vater sagt: Mein Sohn war tot und lebt wieder.
Lukas 16
- Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Geld.
Lukas 17
- Das Reich Gottes kommt nicht sichtbar – es ist mitten unter euch.
- Wer versucht, sein Leben zu retten, wird es verlieren.
Lukas 18
- Gott wird seinen Auserwählten Recht verschaffen.
- Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt; wer sich erniedrigt, wird erhöht.
- Wer das Reich Gottes nicht wie ein Kind annimmt, wird nicht hineinkommen.
Lukas 19
- Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren ist.
Lukas 20
- Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört.
- Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden.
Lukas 21 – Endzeit
- Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.
- Passt auf – euer Herz soll nicht beschwert werden.
Lukas 22–23 – Letztes Mahl & Passion
- Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird.
- Betet, damit ihr nicht in Versuchung fallt.
- Vater, in deine Hände gebe ich meinen Geist.
- Heute wirst du mit mir im Paradies sein.
Lukas 24 – Auferstehung
- Was seid ihr so erschrocken – warum Zweifel?
- Der Christus musste leiden und auferstehen.
- Ihr seid Zeugen dieser Dinge.
Jesus Worte aus dem Thomas-Evangelium
- Logion 1: Wer die Bedeutung dieser Worte findet, wird den Tod nicht schmecken.
- Logion 2: Wer sucht, soll nicht aufhören zu suchen, bis er findet. Und wenn er findet, wird er bestürzt sein. Und wenn er bestürzt ist, wird er erstaunt sein. Und er wird über das All herrschen.
- Logion 3: Wenn die, die euch vorausgehen, zu euch sagen: ‚Seht, das Reich ist im Himmel!‘ — dann werden euch die Vögel des Himmels zuvorkommen. Wenn sie zu euch sagen: ‚Es ist im Meer!‘ — dann werden euch die Fische zuvorkommen. Vielmehr: Das Reich ist in euch und es ist außerhalb von euch. Wenn ihr euch erkennt, werdet ihr erkannt werden, und ihr werdet wissen, dass ihr die Kinder des lebendigen Vaters seid. Wenn ihr euch aber nicht erkennt, dann seid ihr in Armut, und ihr seid Armut.
- Logion 4: Der betagte Mann wird ohne Zögern ein sieben Tage altes Kind nach dem Ort des Lebens fragen — und er wird leben. Denn viele Erste werden Letzte sein, und sie werden ein Einziger werden.
- Logion 5: Erkenne, was vor deinen Augen ist; und was dir verborgen ist, wird dir enthüllt werden. Denn es gibt nichts Verborgenes, das nicht offenbar werden wird.
- Logion 6: Seine Jünger fragten ihn und sagten zu ihm: „Willst du, dass wir fasten? Wie sollen wir beten? Sollen wir Almosen geben? Welche Speise sollen wir meiden?“ „Lügt nicht — und was ihr hasst, das tut nicht! Denn alles ist vor dem Himmel offenbar. Es gibt nichts Verborgenes, das nicht sichtbar werden wird, und nichts Geheimes, das nicht offenbart werden wird.
- Logion 7: Selig ist der Löwe, den der Mensch frisst, sodass der Löwe Mensch wird. Und verflucht ist der Mensch, den der Löwe frisst, sodass der Löwe Mensch wird.
- Logion 8: Und er sprach: „Der Mensch ist wie ein weiser Fischer, der sein Netz ins Meer warf, es heraufzog und lauter kleine Fische fand. Zwischen ihnen fand er einen großen, guten Fisch. Der weise Fischer warf alle kleinen Fische zurück ins Meer — er wählte ohne Zögern den großen Fisch. Wer Ohren hat zu hören, der höre.
- Logion 9: Siehe, da ging ei n Sämann hinaus, füllte seine Hand und warf [die Samen]. Ein Teil davon fiel auf den Weg, die Vögel kamen, sie aufzusammeln. Andere fielen auf den Felsen, und sie schlugen keine Wurzeln in der Erde und brachten keine Ähren hervor zum Himmel. Und andere fielen auf die Dornen, sie erstickten die Saat, und der Wurm fraß sie. Und andere fielen auf die gute Erde, und sie brachte gute Frucht hervor; sie brachte sechzig Maß und Hundertzwanzig Maß.
- Logion 10: Ich habe ein Feuer auf die Welt [ κόσµος] geworfen, und siehe, ich bewache es, bis es brennt.
- Logion 11: Dieser Himmel wird vergehen, und der über ihm wird vergehen. Und die Toten sind nicht lebendig, und die Lebendigen werden nicht sterben. In den Tagen, in denen ihr aßet von dem, was tot ist, machtet ihr daraus, was lebendig ist. Wenn ihr im Licht sein werdet, was werdet ihr tun? An dem Tag, als ihr eins wart, seid ihr zwei geworden. Aber wenn ihr zwei werdet, was werdet ihr tun?“
- Logion 12: Die Jünger sprachen zu Jesus: „Wir wissen, daß du uns verlassen wirst. Wer ist es, der groß über uns werden soll?“ Jesus sprach zu ihnen: „Wo auch immer ihr herkommt, geht zu Jakobus, dem Gerechten, dessentwegen Himmel und Erde entstanden sind.
- Logion 13: Vergleicht mich, sagt mir, wem ich gleiche. Simon Petrus sprach zu ihm: „Du gleichst einem gerechten [ δίκαιος ] Engel [ά̉γγελος ]. Matthäus sprach zu ihm: „Du gleichst einem weisen Philosophen. Thomas sprach zu ihm: „Meister, mein Mund ist völlig unfähig auszusprechen, wem du gleichst. „Ich bin nicht dein Meister. Da du getrunken hast, bist du trunken geworden von der sprudelnden Quelle, die ich vermessen habe. Und er nahm ihn und zog sich zurück und sagte ihm drei Worte. Als Thomas aber zu seinen Gefährten zurückkehrte, fragten sie ihn: „Was hat dir Jesus gesagt?“ Thomas sprach zu ihnen: „Wenn ich euch eines der Worte sage, die er mir gesagt hat, werdet ihr Steine nehmen und sie nach mir werfen, und ein Feuer wird aus den Steinen hervor kommen und euch verbrennen.
- Logion 14: : „Wenn ihr fastet, werdet ihr euch eine Sünde erschaffen; und wenn ihr betet, werdet ihr verurteilt werden; und wenn ihr Almosen gebt, werdet ihr an euren Geistern [ πνευ̃µα] Schlechtes [ κακόν ] tun. Wenn ihr in irgendein Land geht und in den Gebieten wandert, wenn man euch aufnimmt, dann eßt, was man euch vorsetzt, und heilt die Kranken unter ihnen. Denn das, was hineingeht in euren Mund, wird euch nicht verunreinigen. Aber das, was euren Mund verlässt, das ist es, was euch verunreinigen wird.
- Logion 15: Wenn ihr den seht , der nicht geboren ist vom Weibe, werft euch auf euer Antlitz und verehrt ihn, jener ist euer Vater.
- Logion 16: Die Menschen denken wohl, daß ich gekommen bin, um Frieden auf die Welt zu bringen. Und sie wissen nicht, daß ich gekommen bin, um Zerwürfnisse auf die Erde zu bringen, Feuer, Schwert, Krieg. Denn es werden fünf sein in einem Haus e: drei werden gegen zwei und zwei gegen drei sein, der Vater gegen de n Sohn und der Sohn gegen den Vater. Und sie werden allein dastehen.
- Logion 17: Ich werde euch geben, was kein Auge gesehen und was kein Ohr gehört und was keine Hand berührt hat und was nicht im menschlichen Sinne aufgekommen ist.
- Logion 18: Die Jünger sprachen zu Jesus: „Sage uns, wie unser Ende sein wird. „Habt ihr denn schon den Anfang entdeckt, daß ihr nach dem Ende fragt? Denn dort, wo der Anfang ist, dort wird auch das Ende sein. Selig, wer am Anfang stehen wird, und er wird das Ende erkennen und den Tod nicht schmecken.
- Logion 19: Selig ist, wer war, ehe er wurde. Wenn ihr meine Jünger werdet und meine Worte hört, werden euch diese Steine dienen. Denn ihr habt fünf Bäume im Paradies, die von Sommer und Winter unberührt bleiben und deren Blätter nicht abfallen. Wer sie erkennt, wird den Tod nicht schmecken.
- Logion 20: Die Jünger sprachen zu Jesus: „Sage uns, wem das Himmelreich gleicht. Er sprach zu ihnen: „Es gleicht einem Senfkorn, kleiner als alle Samen. Wenn es aber auf beackerte Erde fällt, bringt es einen großen Zweig hervor und wird zum Schutz für die Vögel des Himmels.
- Logion 21: Mariham sprach zu Jesus: „Wem gleichen deine Jünger?“ Er sprach: „Sie gleichen kleinen Kindern, die sich auf einem Feld niedergelassen haben, das nicht ihnen gehört. Wenn die Besitzer des Feldes kommen, werden sie sagen: Gebt uns unser Feld zurück. Sie entkleiden sich vor ihnen, damit sie es ihnen überlassen und ihnen ihr Feld zurückgeben. Deswegen sage ich: Wenn der Herr des Hauses weiß, dass der Dieb kommen wird, wird er wachen, ehe er kommt, und ihn nicht eindringen lassen in das Haus seines Königreiches, damit er seine Sachen nicht hinwegträgt. Ihr aber seid wachsam angesichts der Welt; gürtet eure Lenden mit großer Kraft [δύναμις], damit die Räuber keinen Weg finden, zu euch zu kommen. Denn der Nutzen (oder: die Erfüllung), den ihr erwartet, wird eintreten. Möge unter euch ein weiser Mann sein. Als die Frucht reifte, kam er schnell mit seiner Sichel in der Hand und mähte sie. Wer Ohren hat zu hören, möge hören.
- Logion 22: Jesus sah Kinder, die gestillt wurden. Er sprach zu seinen Jüngern: „Diese Kleinen, die gestillt werden, gleichen denen, die in das Königreich eingehen. Sie sprachen zu ihm: „Werden wir als Kleine in das Königreich eingehen?“ Jesus sprach zu ihnen: „Wenn ihr die Zwei zu Eins macht und wenn ihr das Innere wie das Äußere macht und das Äußere wie das Innere und das Obere wie das Untere, und wenn ihr das Männliche und das Weibliche zu einem einzigen macht, sodass das Männliche nicht männlich und das Weibliche nicht weiblich ist, und wenn ihr ein Auge anstelle eines Auges macht und eine Hand anstelle einer Hand und einen Fuß anstelle eines Fußes, ein Bild [εἰκών] anstelle eines Bildes – dann werdet ihr in das Königreich eingehen.
- Logion 23: Ich werde euch auswählen – einen aus tausend und zwei aus zehntausend – und sie werden als ein Einziger dastehen.
- Logion 24: Seine Jünger sprachen: „Zeige uns den Ort [τόπος], an dem du bist, da es notwendig für uns ist, dass wir ihn suchen. Er sprach zu ihnen: „Wer Ohren hat, möge hören! Es ist Licht im Menschen des Lichts, und er erleuchtet die ganze Welt. Scheint er nicht, ist er Finsternis.
- Logion 25: Liebe deinen Bruder wie deine Seele [ψυχή]; bewache ihn wie deinen Augapfel.
- Logion 26: Den Splitter im Auge deines Bruders siehst du, den Balken aber in deinem eigenen Auge siehst du nicht. Wenn du den Balken aus deinem Auge ziehst, wirst du klar sehen, um den Splitter aus dem Auge deines Bruders zu ziehen.
- Logion 27: Wenn ihr euch nicht von der Welt fernhaltet, werdet ihr das Königreich nicht finden. Wenn ihr den Sabbat nicht wirklich als Sabbat beachtet, werdet ihr den Vater nicht sehen.
- Logion 28: Ich stand in der Mitte der Welt und erschien ihnen im Fleisch [σάρξ]. Ich fand sie alle trunken; ich fand keinen unter ihnen durstig. Und meine Seele war betrübt über die Söhne der Menschen, da sie blind in ihrem Herzen sind und nicht sehen. Denn leer sind sie in die Welt gekommen und leer suchen sie, die Welt zu verlassen. Nun aber sind sie trunken. Wenn sie ihren Wein abschütteln, werden sie bereuen.
- Logion 29: Wenn das Fleisch [σάρξ] des Geistes wegen entstanden ist, ist es ein Wunder. Wenn aber der Geist des Leibes [σῶμα] wegen entstanden ist, ist es ein Wunder der Wunder. Ich aber wundere mich darüber, wie dieser große Reichtum seine Wohnung in dieser Armut genommen hat.
- Logion 30: Wo drei Götter sind, sind es Götter; wo zwei oder einer ist, mit dem bin ich.
- Logion 31: Kein Prophet wird in seinem eigenen Dorf angenommen; kein Arzt heilt diejenigen, die ihn kennen.
- Logion 32: Eine Stadt, die auf einem hohen Berg gebaut und befestigt ist, kann nicht fallen, noch kann sie verborgen werden.
- Logion 33: Was du mit deinem Ohr hörst – und mit deinem anderen Ohr –, das predige von euren Dächern. Denn niemand zündet eine Lampe an und stellt sie unter einen Scheffel oder an einen verborgenen Ort, sondern er setzt sie auf den Leuchter, damit jeder, der eintritt und hinausgeht, ihr Licht sieht.
- Logion 34: Wenn ein Blinder einen Blinden führt, fallen beide in eine Grube.
- Logion 35: Es ist nicht möglich, dass jemand in das Haus des Starken eintritt und es mit Gewalt nimmt, es sei denn, er bindet zuvor seine Hände; dann wird er sein Haus durchwühlen.
- Logion 36: Sorgt euch nicht von Morgen bis Abend und von Abend bis Morgen darum, was ihr anziehen werdet.
- Logion 37: Seine Jünger sprachen: „Wann wirst du dich uns offenbaren, und wann werden wir dich sehen?“ „Wenn ihr euch entkleidet – ohne Scham – und eure Kleider nehmt und sie unter eure Füße legt wie kleine Kinder und auf sie tretet, dann werdet ihr den Sohn des Lebendigen sehen, und ihr werdet euch nicht fürchten.
- Logion 38: Oft habt ihr gewünscht, diese Worte zu hören, die ich euch sage, und ihr habt keinen anderen, sie von ihm zu hören. Es werden Tage kommen, da ihr mich suchen und nicht finden werdet.
- Logion 39: Die Pharisäer und die Schriftgelehrten haben die Schlüssel zur Erkenntnis [γνῶσις] empfangen und sie verborgen. Sie selbst sind nicht eingetreten, und die, die eintreten wollten, ließen sie nicht hinein. Ihr aber: Seid klug wie die Schlangen und unschuldig wie die Tauben.
- Logion 40: Ein Weinstock ist außerhalb des Vaters gepflanzt worden; da er nicht befestigt ist, wird er mit seiner Wurzel ausgerissen und vergehen.
- Logion 41: Wer hat, dem wird gegeben werden; und wer nicht hat, dem wird auch das Wenige, das er hat, genommen werden.
- Logion 42: Werdet Vorübergehende!“
- Logion 43: Seine Jünger sprachen zu ihm: „Wer bist du, der du uns diese Dinge sagst?“ Jesus sprach zu ihnen: „Aus dem, was ich euch sage, erkennt ihr nicht, wer ich bin? Aber ihr seid wie die Juden geworden: denn sie lieben den Baum und hassen seine Frucht [καρπός]; und sie lieben die Frucht und hassen den Baum.
- Logion 44: Wer den Vater lästert, dem wird vergeben werden, und wer den Sohn lästert, dem wird vergeben werden; wer aber den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben werden, weder auf Erden noch im Himmel.
- Logion 45: Trauben werden nicht von Dornensträuchern geerntet, noch werden Feigen von Weißdornsträuchern gepflückt, denn sie bringen keine Frucht. Ein guter [ἀγαθός] Mensch bringt Gutes [ἀγαθόν] aus seinem Schatz hervor. Ein schlechter [κακός] Mensch bringt Schlechtes [πονηρόν] aus seinem schlechten Schatz hervor, der in seinem Herzen ist, und er spricht Schlechtes; denn aus der Überfülle des Herzens bringt er Schlechtes hervor.
- Logion 46: Von Adam bis Johannes dem Täufer gibt es unter den von Frauen Geborenen keinen Höheren als Johannes den Täufer, sodass seine Augen nicht vor ihm niedergeschlagen werden sollen. Ich aber habe gesagt: Wer von euch klein wird, wird das Königreich erkennen und wird über Johannes erhoben werden.
- Logion 47: Es ist unmöglich, dass ein Mensch zwei Pferde besteigt oder zwei Bogen spannt. Und es ist unmöglich, dass ein Diener zwei Herren dient: Er wird den einen ehren und den anderen geringschätzen. Kein Mensch trinkt alten Wein und wünscht sofort, neuen Wein zu trinken. Und man gießt keinen neuen Wein in alte Schläuche, damit sie nicht zerbersten; noch gießt man alten Wein in einen neuen Schlauch, damit er ihn nicht verdirbt. Man näht keinen alten Flicken auf ein neues Gewand, da ein Riss entstehen würde.
- Logion 48: Wenn zwei miteinander Frieden schließen in diesem einen Haus, werden sie zum Berg sagen: Bewege dich, und er wird sich bewegen.
- Logion 49: Selig sind die Einsamen [μοναχός] und Auserwählten, denn ihr werdet das Königreich finden, da ihr daraus seid und dorthin zurückkehren werdet.
- Logion 50: Wenn sie zu euch sagen: ‚Woher kamt ihr?‘, sagt zu ihnen: ‚Wir kamen aus dem Licht, wo das Licht aus sich selbst entstand und sich begründete und sich in seinem Bild offenbarte.‘ Wenn sie zu euch sagen: ‚Wer seid ihr?‘, sagt: ‚Wir sind seine Söhne, und wir sind die Auserwählten des lebendigen Vaters.‘ Wenn sie euch fragen: ‚Welches ist das Zeichen eures Vaters in euch?‘, sagt zu ihnen: ‚Es ist Bewegung und Ruhe.‘“
- Logion 51: Seine Jünger sprachen zu ihm: „Wann wird die Ruhe der Toten eintreten, und wann wird die neue Welt kommen?“ Er sprach zu ihnen: „Was ihr erwartet, ist gekommen, aber ihr erkennt es nicht.
- Logion 52: Seine Jünger sprachen zu ihm: „Vierundzwanzig Propheten sprachen in Israel, und sie alle sprachen in dir. Er sprach zu ihnen: „Ihr habt den Lebendigen, der vor euch ist, ausgelassen und habt von den Toten gesprochen.
- Logion 53: Seine Jünger sprachen zu ihm: „Nützt die Beschneidung oder nicht?“ Er sprach zu ihnen: „Wenn sie nützte, würde ihr Vater sie beschnitten aus ihrer Mutter zeugen. Aber die wahre Beschneidung im Geiste hat vollen Nutzen gebracht.
- Logion 54: Selig sind die Armen, denn euer ist das Himmelreich.
- Logion 55: Wer seinen Vater nicht hasst und seine Mutter, kann nicht mein Jünger werden. Und wer seine Brüder und seine Schwestern nicht hasst und wer nicht sein Kreuz nimmt wie ich, wird meiner nicht würdig [ἄξιος] sein.
- Logion 56: Wer die Welt erkannt hat, hat einen Leichnam [πτῶμα] gefunden; und wer einen Leichnam gefunden hat, ist der Welt überlegen.
- Logion 57: Das Königreich des Vaters gleicht einem Menschen, der gute Saat hatte. Sein Feind kam des Nachts und säte Unkraut unter die gute Saat. Der Mensch erlaubte ihnen nicht, das Unkraut auszureißen. Er sprach zu ihnen: Damit ihr nicht hingeht, das Unkraut auszureißen, und den Weizen mit ihm ausreißt. Denn am Tag der Ernte wird das Unkraut sichtbar werden, und es wird ausgerissen und verbrannt werden.
- Logion 58: Selig der Mensch, der gelitten hat – er hat das Leben gefunden.
- Logion 59: Gebt acht auf den Lebendigen, solange ihr lebt, damit ihr nicht sterbt und versucht, ihn zu sehen, und nicht sehen könnt.
- Logion 60: Sie sahen einen Samariter, der ein Lamm auf dem Weg nach Judäa trug. Er sprach zu seinen Jüngern: „Der Mann ist um das Lamm. Sie sprachen zu ihm: „Damit er es schlachte und esse. Er sprach zu ihnen: „Solange es lebt, wird er es nicht essen, sondern nur, wenn er es geschlachtet hat und es ein Leichnam geworden ist. Sie sprachen: „Anders kann er es nicht tun. Er sprach zu ihnen: „Auch ihr sucht einen Ort für euch zur Ruhe, damit ihr nicht ein Leichnam werdet und gegessen werdet.
- Logion 61: Zwei werden ruhen auf einem Bett, einer wird sterben, der andere wird leben. Salome sprach: „Wer bist du, Mensch, dass du [...] auf meine Liege gestiegen bist und an meinem Tisch gegessen hast?“ Jesus sprach zu ihr: „Ich bin der, der aus dem Ungeteilten ist; mir ist gegeben von dem, was meines Vaters ist. Salome sprach: „Ich bin deine Jüngerin. Jesus sprach zu ihr: „Darum sage ich: Wenn er zerstört ist, wird er mit Licht erfüllt sein. Wenn er aber geteilt ist, wird er mit Dunkelheit erfüllt sein.
- Logion 62: Ich sage meine Geheimnisse [μυστήριον] denen, die meiner Geheimnisse würdig sind. Was deine rechte Hand tut, soll deine linke nicht wissen.
- Logion 63: Es war ein reicher Mann, der viel Besitz hatte. Er sprach: Ich werde meinen Reichtum nutzen, um zu säen, zu ernten, zu pflanzen und meine Speicher mit Früchten zu füllen, damit mir nichts fehlt. Das war es, was er in seinem Herzen dachte. Und in jener Nacht starb er. Wer Ohren hat, möge hören.
- Logion 64: Ein Mann hatte Gäste; und als er das Mahl zubereitet hatte, sandte er seinen Diener, damit er die Gäste einlade. Er ging zum ersten und sprach zu ihm: ‚Mein Herr lädt dich ein.‘ Der sprach: ‚Ich habe Geld bei Kaufleuten; sie werden heute Abend zu mir kommen. Ich werde gehen und ihnen Anweisungen geben. Ich entschuldige mich für das Mahl.‘ Er ging zu einem anderen und sprach zu ihm: ‚Mein Herr hat dich eingeladen.‘ Er sprach zu ihm: ‚Ich habe ein Haus gekauft, und man verlangt für einen Tag nach mir. Ich werde keine Zeit haben.‘ Er ging zu einem anderen und sprach zu ihm: ‚Mein Herr lädt dich ein.‘ Er sprach zu ihm: ‚Mein Freund wird heiraten, und ich werde ein Mahl bereiten. Ich werde nicht kommen können. Ich entschuldige mich für das Mahl.‘ Er ging zu einem anderen und sprach zu ihm: ‚Mein Herr lädt dich ein.‘ Er sprach zu ihm: ‚Ich habe ein Gut gekauft und gehe, den Pachtzins zu erhalten. Ich werde nicht kommen können. Ich entschuldige mich.‘ Der Diener ging und sprach zu seinem Herrn: ‚Die, die du eingeladen hast zum Mahl, lassen sich entschuldigen.‘ Der Herr sprach zu seinem Diener: ‚Geh hinaus auf die Straßen; bringe die, die du findest, damit sie speisen. Die Geschäftsleute und Händler werden die Orte meines Vaters nicht betreten.‘
- Logion 65: Er sprach: „Ein rechtschaffener [χρηστός] Mann hatte einen Weinberg. Er gab ihn Winzern, damit sie ihn bearbeiten und er die Frucht von ihnen erhalte. Er schickte seinen Diener, damit die Winzer ihm die Frucht des Weinbergs gäben. Sie ergriffen seinen Diener, schlugen ihn und hätten ihn fast erschlagen. Der Diener ging und berichtete es seinem Herrn. Sein Herr sprach: ‚Vielleicht hat er sie nicht erkannt.‘ Er schickte einen anderen Diener, und die Winzer schlugen auch diesen. Dann schickte der Herr seinen Sohn. Er sprach: ‚Vielleicht werden sie Achtung haben vor meinem Sohn.‘ Die Winzer, da sie erfuhren, dass er der Erbe des Weinbergs war, packten ihn und töteten ihn. Wer Ohren hat, möge hören.
- Logion 66: Zeigt mir den Stein, den die Bauleute verworfen haben: Er ist der Eckstein.
- Logion 67: Wer das All erkennt, sich selbst aber verfehlt, verfehlt das Ganze.
- Logion 68: Selig seid ihr, wenn ihr gehasst und verfolgt werdet; und sie werden keinen Ort finden dort, wo man euch verfolgt hat.
- Logion 69: Selig sind die, die verfolgt worden sind in ihrem Herzen; diese sind es, die den Vater wahrhaft erkannt haben. Selig sind die Hungrigen; denn der Bauch dessen, der es wünscht, wird gefüllt werden.
- Logion 70: Wenn ihr das hervorbringt in euch, wird das, was ihr habt, euch retten. Wenn ihr das nicht habt in euch, wird das, was ihr nicht habt in euch, euch töten.
- Logion 71: Ich werde dieses Haus zerstören, und niemand wird es aufbauen können.
- Logion 72: Ein Mann sprach zu ihm: ‚Sage meinen Brüdern, dass sie die Besitztümer meines Vaters mit mir teilen sollen.‘ Er sprach zu ihm: ‚O Mann, wer hat mich zu einem Teiler gemacht?‘ Er wandte sich seinen Jüngern zu und sprach zu ihnen: ‚Bin ich denn ein Teiler?‘
- Logion 73: Die Ernte ist zwar groß, aber die Arbeiter sind wenige. Bittet den Herrn, dass er Arbeiter sende für die Ernte.
- Logion 74: Er sprach: „Herr, viele stehen um die Trinkmulde, aber nichts ist in der Zisterne.
- Logion 75: Viele stehen an der Tür, aber die Einsamen [μοναχός] sind es, die in das Brautgemach eintreten werden.
- Logion 76: Das Königreich des Vaters gleicht einem Kaufmann, der Ware hatte und eine Perle fand. Jener Kaufmann war klug; er verkaufte die Ware und kaufte sich die Perle allein. Sucht auch ihr den zuverlässigen und dauerhaften Schatz dort, wo keine Motte hinkommt, um zu fressen, und wo kein Wurm zerstört.
- Logion 77: Ich bin das Licht, das über ihnen allen ist. Ich bin das All; das All ist aus mir hervorgegangen, und das All ist zu mir hingelangt. Spaltet ein Stück Holz – ich bin da. Hebt den Stein auf – und ihr werdet mich dort finden.
- Logion 78: Warum seid ihr hinausgegangen in die Wüste? Um ein Schilfrohr im Wind schwanken zu sehen? Oder um einen Menschen zu sehen, der weiche Kleider anhat wie eure Könige und Vornehmen? Sie haben weiche Kleider an, und sie können die Wahrheit nicht erkennen.
- Logion 79: Eine Frau aus der Menge sprach zu ihm: ‚Gesegnet der Schoß, der dich getragen hat, und die Brüste, die dich genährt haben.‘ Er sprach zu ihr: ‚Gesegnet sind die, die das Wort des Vaters gehört und es wahrhaft bewahrt haben. Denn es werden Tage kommen, da ihr sagen werdet: Gesegnet der Schoß, der nicht empfangen hat, und die Brüste, die keine Milch gegeben haben.‘
- Logion 80: Wer die Welt [κόσμος] erkannt hat, hat den Leib [σῶμα] gefunden. Aber wer den Leib gefunden hat, dessen ist die Welt nicht würdig.
- Logion 81: Wer reich geworden ist, soll König sein; und wer Macht [δύναμις] besitzt, soll sie aufgeben.
- Logion 82: Wer mir nahe ist, der ist dem Feuer nahe; und wer fern ist von mir, ist fern vom Königreich.
- Logion 83: Die Bilder [εἰκών] sind dem Menschen offenbar, und das Licht in ihnen ist verborgen im Bild des Lichtes des Vaters. Er wird sich offenbaren, und sein Bild ist verborgen durch sein Licht.
- Logion 84: Wenn ihr eure Ebenbilder seht, freut ihr euch. Wenn ihr aber eure Bilder seht, die vor euch entstanden sind, die weder sterben noch sich offenbaren – wie viel werdet ihr dann ertragen?“
- Logion 85: Adam entstand aus großer Kraft und großem Reichtum, aber er wurde eurer nicht würdig; denn wenn er würdig geworden wäre, hätte er den Tod nicht geschmeckt.
- Logion 86: [Die Füchse haben ihre Höhlen] und die Vögel haben ihre Nester. Der Sohn des Menschen ab er hat keinen Ort, um sein Haupt hinzulegen und sich auszuruhen.
- Logion 87: Elend ist der Leib, der von einem Leibe abhängt; und elend ist die Seele, die ab hängt von diesen beiden.
- Logion 88: Die Engel und di e Propheten werden zu euch kommen, und sie werden euch geben, was euer ist. Und auch ihr, was in euren Händen ist, gebt es ihnen und sagt euch: Wann werden sie kommen und das ihre empfangen?“
- Logion 89: Warum wascht ihr das Äußere des Bechers? Versteht ihr nicht, daß der, der das Innere gemach t hat, auch der ist, der das Äußere gemacht hat?“
- Logion 90: Kommt zu mir, denn leicht [ χρηστός ] ist mein Joch und meine Herrschaft ist mild, und ihr werdet Ruhe für euch finden.
- Logion 91: Sie sprachen zu ihm: „Sage uns, wer du bist, damit wir an dich glauben [πιστεύειν ]. Er sprach zu ihnen: „Ihr prüft das Antlitz des Himmels und der Erde, und den, der vor euch ist, habt ihr nicht erkannt, und dieses Nu [ καιρός ] wißt ihr nicht zu prüfen?“
- Logion 92: Sucht, und ihr werdet finden. Aber worum ihr mich in jenen Tagen fragtet und was ich euch nicht sagte, jetzt will ich es sagen, und ihr fragt nicht danach.
- Logion 93: Gebt nicht, was heilig ist, den Hunden, damit sie es nicht auf den Misthaufen werfen. Werft die Perlen nicht vor die Schweine, damit sie sie nicht [zu Dreck machen?].
- Logion 94: Jesus [sprach]: „Wer sucht, wird finden; [und wer anklopft,] dem wird geöffnet werden.
- Logion 95: [Jesus sprach:] „Wenn ihr Geld habt, verleiht es nicht mit Zins, sondern gebt dem, von dem ihr es nicht zurückerhalten werdet.
- Logion 96: Das Königreich de s Vaters gleicht einer Frau. Sie nahm ein wenig Sauerteig, [verbarg] ihn im Teig und machte große Brote davon. Wer Ohren hat, möge hören.
- Logion 97: Das Königreich des [Vaters] gleicht einer Frau, die einen [Krug] voller Mehl trug. Währ end sie auf einem weiten Weg ging, brach der Henkel des Kruges, das Mehl rann hinter ihr auf den Weg. Sie bemerkte es nicht, sie hatte kein Unheil wahrgenommen. Als sie in ihr Haus kam, stellte sie den Krug nieder und fand ihn leer.
- Logion 98: Das Königreich des Vaters gleicht einem Mann, der einen mächtigen Mann töten wollte. Er zog das Schwert in seinem Haus und stieß es in die Wand, um herauszufinden, ob seine Hand stark genug wäre. Dann tötete er den Mächtigen.
- Logion 99: Die Jünger sprachen zu ihm: „Deine Brüder und deine Mutter stehen draußen. Er sprach zu ihnen: „Diese hier, di e den Willen meines Vaters tun, diese sind meine Brüder und meine Mutter, sie sind es, die ins Königreich meines Vaters eingehen werden.
- Logion 100: Sie zeigten Jesus eine Goldmünze und sprachen zu ihm: „Caesars Leute verlangen Steuern von uns. Er sprach zu ihnen: „Gebt, was Caesars ist, Caesar. Gebt, was Gottes ist, Gott. Und was mein ist, gebt mir.
- Logion 101: Wer seinen Vater nicht haßt und seine Mutter wie ich, kann nicht mein [Jünger] werden. Und wer [seinen Vater nicht] liebt und seine Mutter wie ich, kann nicht mein [Jünger] werden. Denn meine Mutter [...?], meine wahre Mutter aber gab mir das Leben.
- Logion 102: Wehe den Pharisäern, denn sie gleichen einem Hund, der im Futtertrog der Rinder schläft; denn weder frißt er, noch läßt er die Rinder fressen.
- Logion 103: Selig der Mensch, der weiß, wo die Diebe einsteigen werden, daß er aufstehe, seinen Besitz sammle und sich die Lenden gürte, ehe sie einsteigen.
- Logion 104: Sie sprachen [zu Jesus]: „Komm, laß uns heute beten und fasten. „Welches ist denn die Sünde, di ich begangen habe, oder worin bin ich besiegt worden? Aber wenn der Bräutigam das Brautgemach verläßt, dann laßt sie fasten und beten.
- Logion 105: Wer den Vater und die Mutter kennt, wird Sohn einer Hure genannt werden.
- Logion 106: Wenn ihr die zwei zu eins macht, werdet ihr Söhne des Menschen werden. Und wenn ihr sagt: Berg, bewege dich fort, wird er sich fortbewegen.
- Logion 107: Das Königreich gleicht einem Hirten, der hundert Schafe hatte. Eines, von ihnen, das größte, verirrte sich. Er verließ die neunundneunzig und suchte nach dem einen, bis er es fand. Nachdem er sich so abgemüht hatte, sprach er zu dem Schaf: ich liebe dich mehr als die neunundneunzig.
- Logion 108: Wer von meinem Munde trinkt, wird werden wie ich, und ich selbst werde er werden, und da s Verborgene wird ihm offenbart werden.
- Logion 109: Das Königreich gleicht einem Menschen, der in seinem Acker einen Schatz hatte, von dem er nichts wußte. Und als er gestorben war, hinterließ er ihn seinem [Sohn], der davon nichts wußte. Er nahm diesen Acker und verkaufte ihn. Und de r ihn gekauft hatte, ging pflügen und [fand] den Schatz. Er begann, Geld denen gegen Zins zu verleihen, die er wollte.
- Logion 110: Wer die Welt gefunden hat und reich geworden ist, der soll auf die Welt verzichten.
- Logion 111: Die Himmel werden aufgerollt werden und die Erde in eurer Gegenwart, und der Lebendige aus dem Lebendigen wird den Tod nicht sehen. Denn Jesus spricht: Wer sich selbst findet, dessen ist die Welt nicht würdig.
- Logion 112: Wehe dem Fleisch [σάρξ], das von der Seele [ψυχή] abhängt; wehe der Seele, die vom Fleisch abhängt.
- Logion 113: Seine Jünger sprachen zu ihm: „Das Königreich, wann wird es kommen?“ „Es wird nicht kommen, wenn es erwartet wird. Man wird nicht sagen: Seht, hier, oder seht, dort. Sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde, und die Menschen sehen es nicht.
- Logion 114: Simon Petrus sprach zu ihnen: „Mariham soll von uns fortgehen, denn die Frauen sind des Lebens nicht würdig. „Seht, ich werde sie führen, um sie männlich zu machen, dass auch sie ein lebendiger Geist [ πνευ̃µα] wird, der euch Männern gleicht. Denn jede Frau, die sich männlich m acht, wird in das Königreich des Himmels eingehen.
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